Wie geht es weiter?

Liebe Gemeinde,

während ich diese Zeilen schreibe, ist noch vieles ungewiss: Wie wird es weitergehen nach den Sommerferien? Vor allem: Können wir unseren Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden wie geplant am 23. August 2020 feiern? Die Konfirmation in Ulrichstein am 29. August? Und in Feldkrücken am 20. September?

Vieles ist ungewiss und vieles wird sich erst kurzfristig entscheiden. Daher bleibt nur der Hinweis auf unsere Schautafeln und die Internetseite www.kirche-ulrichstein.de, auf der Sie auch kurzfristig über kommende Gottesdienste und Aktionen informiert werden können.  

Durch die vergangenen Wochen hat uns das Thema „Gottkontakt“ begleitet und in fünf Briefen erschien jeweils ein Sonntags-Gruß, der sich mit dem Thema „Beten“ beschäftigt hat.

Vielleicht beten Sie nach diesen Wochen anders? Häufiger? Bewusster? Oder noch öfter unbewusst?

In die neue Zeit nach den Sommerferien würde ich gerne mit Ihnen mit einem Gebet starten – beten Sie es doch mit mir oder mit anderen zusammen.

Und kommen Sie und Ihre Kinder oder Enkelkinder gut und behütet wieder im Alltag an.

Ihre Pfarrerin Antje Armstroff

Lass dir erzählen, Gott, wie es uns geht.
In diesen Tagen.
Wo immer noch alles so anders ist.
Wo die Sonne lacht
und wir die Freude vergessen.
Wo die Natur neues Leben hervorbringt
und wir in Ängsten sind._

Tröste uns, wie eine Mutter tröstet.

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.
Den Alten in den Pflegeheimen,
und den Kranken,
zu Hause oder in den Krankenhäusern.

Den Menschen, die die Einsamkeit fürchten.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.
Den Kindern, die sich schon so an die Corona-Situation angepasst haben.
Den Jugendlichen, die in den letzten Monaten so vieles verpasst haben.

Den Eltern, die sich fragen: Wie lange noch?.

Allen, für die nach den Sommerferien ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.
Den Menschen, die sowieso schon am Ende ihrer Kräfte sind.
In den Flüchtlingslagern und Kriegsgebieten.
Und lass dir erzählen von den vielen Menschen,
dort und hier,
die helfen und nicht müde werden.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

Gott, schütte sanft deinen Trost über uns aus.
Der uns umhüllt.
Und Segen dazu.
Der uns immun macht
gegen die Panik.
Sage zu unserem ängstlichen Herzen:
„Beruhige dich.“
Sprich zu unserer verzagten Seele:
„Ja, die Gefahr ist da. Aber ich bin bei dir.“

Und noch dazu und allem zum Trotz:
Erhalte unsere Freude.
An der Sonne.
An der wunderbaren Natur.
An den Menschen, die wir lieben.
An dir, du Gott des Lebens.
Damit wir mutig durch diese Zeit gehen.

Amen

(nach Pfarrerin Doris Joachim, überarbeitet von Pfarrerin Antje Armstroff)

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